"... den Opfern des Faschismus und des Krieges"

wer

Haydn Quartett

 

  Fritz Kircher, 1. Violine

  Martin Kocsis, 2. Violine

  Gerswind Olthoff, Viola

  Nikolai New, Violoncello

 

was

  Dimitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8  (1960)

  Erwin Schulhoff: 5 Stücke für Streichquartett  (1923)

  Anton Webern: Langsamer Satz für Streichquartett   

      (1905)

  Samuel Barber: Adagio  (1936)


wann und wo

   am 11ten November 2012 um 19.30 Uhr
   in der Lutherischen Stadtkirche,

   Dorotheergasse 18, 1010 Wien



Kartenpreise

   VORVERKAUF: oeticket oder ticketonline - siehe links

 

   Abendkasse: 1 Stunde vor Beginn

   Kat A: EUR 18,-- Kat B: EUR 15,--
   für SchülerInnen und Studierende EUR 15,--//EUR 10,--

   freier Eintritt für InhaberInnen des Kulturpasses!

Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Fritz Kircher freuen wir uns, „sein“ Ensemble, das weltweit erfolgreiche Haydn-Quartett, mit einem anspruchsvollen, musikalisch höchst intensiven Programm bei "Musik am 12ten" erleben zu dürfen.


Im Zentrum des Programms steht Dimitri Schostakowitschs 8. Streichquartett, gewidmet "Im Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges", für viele sein persönlichstes Musikdokument überhaupt. Schostakowitsch verwendet seine Initialen D.Es.C.H. als Hauptthema. Die Musik voller Tragik und Düsternis entstand wohl nicht nur unter den Eindrücken eines Besuchs im zerstörten Dresden, sondern auch als Dokument seiner Zerrissenheit im Anpassungsdruck an die KPdSU, quasi als "Requiem" auf sich selbst.


Mit Erwin Schulhoff wird eines anderen Komponisten im Programm gedacht, der – hochbegabt und frühreif – zu den originellsten und vielseitigsten Musikern des 20.Jh. zählt. Wir erahnen in seiner Musik den ungeheuerlichen Verlust, den der Faschismus und Wahnsinn des 20. Jh. hinterließ.


Samuel Barbers weltberühmtes "Adagio", eine tief zu Herzen gehenden Trauermusik, die den gesamten Schrecken des 20.Jh. vorweg zu beklagen scheint, und Anton Weberns früher "Langsamer Satz" für Streichquartett runden ein nachdenkliches Programm mit Musik, die von Schmerz und menschlicher Schuld zu erzählen weiß, die der Trauer und dem Gedenken Raum gibt.


Herzlich lade ich Sie ein zu einem Programm voll bewegender Musik, zu einem dichten Abend mit einem der renommiertesten Ensembles Österreich in der wunderbaren Akustik der Lutherischen Stadtkirche.


Ihr Matthias Krampe