Hugo Distler (1908-1942)  TOTENTANZ

wer

 

 

 

Roman Schmelzer, Sprecher

 

Anke Gerbeth, Blockflöte

 

Ensemble des Albert Schweitzer Chores

 

Matthias Krampe Leitung, Orgel

 

 

was

 

Psalmen von Louis Lewandowski (1821-1894)

Spruchmotetten von Melchior Franck (1579-1639)

Orgelmusik der Synagoge

 

 

wann und wo

 

 

Sonntag, 10. März 2024 

 

 

Evangelische Kirche

 

Dr. Martin Luther-Platz 1, 7122 Gols

 

Beginn: 18:00 Uhr

 

 

Kartenpreise

 

 Eintritt frei - angemessene Spende erbeten   

 

Im Zentrum des Programms des Ensembles des Albert Schweitzer Chores steht Hugo Distlers (1908-1942) „Totentanz“, ein Schlüsselwerk der Chormusik des 20.Jh., inspiriert von der Tonkunst Alter Meister des 17.Jh., kurze Klangmediationen zu den  Stationen des berühmten im zweiten Weltkrieg zerstörten Gemäldezyklus der Lübecker Marienkirche. Der „Schnitter Tod“ macht keine Unterschiede, Menschen aller Gesellschaftsgruppen, aller Altersstufen sind in seinem Reigen gleichermaßen betroffen. Roman Schmelzer, Schauspieler am Theater in der Josefstadt, verleiht den verbindenden Dialogen zwischen dem Tod und seinen Opfern eine besonders eindrückliche Tiefe.

Am Sonntag Lätare darf dann freilich auch die Hoffnung nicht fehlen: Auszüge aus Johann Sebastian Bachs Motette „Jesu meine Freude“ und Evangelienmotetten von Melchior Franck lassen hören, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, geben dem Freut euch mit Jerusalem Raum.

 

Ergänzt wird das Programm mit Psalmen und Orgelmusik von Louis Lewandowski. Lewandowski gilt als Erneuerer der Synagogalmusik eines sich zunehmend assimilierenden Judentums im 19.Jh., er verband in seinen Kompositionen den traditionellen Synagogalgesang mit der Musikentwicklung seines Berliner Umfelds. Seine Psalmen für Chor und Orgel sind nicht unmittelbar an den Gebrauch in der Synagoge gebunden, und ermöglichen daher eine Brückenfunktion: Einerseits bereicherte er die traditionelle jüdisch-religiöse Musik durch abendländische Formen, Klänge und Besetzungen. Andererseits förderte er durch seine Arrangements tradierter jüdischer Themen die Popularisierung jüdischen Gesangs auch in den Umgebungsgesellschaften.