West-Östlicher Divan    Begegnungen – Persien & Österreich

wer

 

Hedwig Ritter (Sopran)

 

Samaan Gholami (voice)

 

Max Bratt (Violine)

  

Arne Kircher (Violoncello) 

 

Harry Demmer (Percussion)

  

Matthias Krampe (Klavier)

  

  

was

 

in Zusammenarbeit mit der Diözese Kärnten

 

Musik am 12ten: West trifft Ost / Ost trifft West  

 

 

Persische Lieder nach Texten von Iraj Janati Ataei, Shahyar Ghanbari, Ava Darvish u.a.

 

von Varouzhan, H. Shamaizadeh, S. Ghomayshi, Farid Sedighi, Vigen, M. Sarir u.a.

 

Lieder nach Texten von Goethe und Hāfez

 

von Richard Strauss, Othmar Schoeck, Thomas Christian David, Akos Banlaky,

 

Gottfried v.Einem

 

 

wann und wo

 

   

 Evangelische Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 1, 9020 Klagenfurt

 

 

Dienstag, 12. Oktober 2021

 

19 UHR

 

 

Inhalte von Google Maps werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell), um den Cookie-Richtlinien von Google Maps zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Google Maps Datenschutzerklärung.
Kartenpreise

 

 

Eintritt frei – angemessene Spende erbeten

Covid-Regeln: GGG

 

 Schon immer haben verschiedene Kulturkreise wechselweise große Anziehung und Faszination aufeinander ausgeübt. Ein berühmtes Beispiel ist Goethe, der tief beeindruckt vom persischen Großmeister Hāfez dichtet: Und mag die ganze Welt versinken,/ Hafis mit dir, mit dir allein/ Will ich wetteifern!

Texte von Hāfez und Goethe haben v.a. zu Beginn des 20.Jh. und in der Gegenwart Komponisten ganz besonders inspiriert, von Richard Strauss über Othmar Schoeck bis aktuell hin zum kosmopolitischen Wiener Komponisten Akos Banlaky, der sich nicht nur von Goethe inspirieren ließ, sondern eigens für dieses Projekt und seine Besetzung einige deutsche Übersetzungen der aktuellen persischen Lieder in seiner persönlichen klangsinnlich-kulinarischen Art vertonte.

 

Aber auch Persien hat sich im 20.Jh. der westlichen Kultur stark geöffnet, Thomas Christian David aus Wels baute das Konservatorium in Teheran für klassische Musik maßgeblich mit auf; bis 1979 blühte eine einzigartige Pop-Szene, die westliche Einflüsse mit der ureigenen persischen Stimme verschmolz und seither im Exil weiter lebt. Diese Nähe gilt es neu zu entdecken, allen gegenwärtigen Klischees und einer Politik der Feindbilder zum Trotz.

 

Und wiederum sind es – über die Stilwelten hinweg - klassische Musiker, die neben der Perserin Samaan sich diese Musik in selbst entwickelten Arrangements erschließen.

 

Musik am 12ten ermöglicht nun im Hier und Jetzt solche Begegnungen; erleben Sie Musik, inspiriert von diesem befruchtenden Wechselspiel der Kulturen, Klangwelten von Strauss, Schoeck und David, das Aufgreifen des persischen Hafis-Orakels, die musikalische Übersetzung persischer Lieder in die außergewöhnliche Besetzung mit Stimme & Klaviertrio + Percussion...

 

Wir werden reich beschenkt im Zusammentreffen mit anderen Menschen, ihren Klängen, ihrer Kultur – oder noch etwas anders der Klang der berühmten Zeilen von Johann Gottfried Seume: Wo man singet, lass dich ruhig nieder, / Ohne Furcht, was man im Lande glaubt; / Wo man singet, wird kein Mensch beraubt; (und die Schlusszeile kennen Sie vermutlich sowieso…)

 

Mit herzlichen Grüßen lade ich Sie ein zum Miteinander in Musik –

Ihr Martin Lehmann/Matthias Krampe