J. E. Eberlin: Der blutschwitzende Jesus. Passionsoratorium

wer

Barbara Fink (Sopran)

Gernot Heinrich (Tenor)

Daniel Johannsen (Tenor)

 

dolce risonanza

Ensemble des Albert Schweitzer-Chores

 

Matthias Krampe, Leitung

 

Theologische Hinführung: Dr. Hanns Stekel

 

was

J. E. Eberlin (1702 - 1762): Oratorium: Der blutschwitzende Jesus

 

wann und wo

am Dienstag, 12ten März 2013 um 19:30 Uhr

in der Evangelischen Schule am Karlsplatz - Aula

Karlsplatz 14, 1040 Wien

Kartenpreise

   VORVERKAUF: oeticket oder ticketonline - siehe links

 

   Abendkasse: 1 Stunde vor Beginn

   Kartenpreis: Kat. A EUR 22,-- / Kat. B: EUR 17,--
   für SchülerInnen und Studierende: EUR 17,--/ EUR 12--

   freier Eintritt für InhaberInnen des Kulturpasses!

Schon der Werktitel wie auch die Arien zeigen die blumige Sprache der Zeit; dennoch folgen große Teile des Textes ganz dicht der Bibel. Das Kernstück der Erzählung ist nicht Golgatha, sondern das letzte Abendmahl, das selten als zentrale Szene gewählt wird. Ein bemerkenswertes Werk mit wunderbarer, anrührender Musik.

 

Johann Ernst Eberlin (1702 - 1762) - die prägende Gestalt der Salzburger Kirchenmusik in der Mitte des 18.Jh. Heute zu Unrecht vergessen, war Eberlin bekannt als Meister der Schuldramen, wie sie u.a. von den Jesuiten als 'Hauptstütze der Erziehungskunst' gepflegt wurden.

 

Mit Eberlins Musik wuchs ein W. A. Mozart auf; dessen strenger Vater Leopold lobte ihn für die "Produktivität eines Telemann" und als "gründlichen und fertigen Meister der Setzkunst". Beide Familien standen in freundschaftlicher Verbindung.

 

Noch Jahrzehnte nach Eberlins Tod bestimmte seine Musik das Repertoire am Salzburger Dom. Sein Oratorienstil gemahnt bereits an die Gluck'sche Opernreform, bleibt jedoch gleichzeitig dem süddeutschen volkstümlichen Klang verpflichtet: Vielleicht war dies einer der Gründe von Eberlins außerordentlicher Beliebtheit zu Lebzeiten.

 

Heute ist Johann Ernst Eberlin einer der großen Unbekannten, Teil der unbegreiflich scheinenden Lücke zwischen Bach und Mozart. Erleben Sie jetzt sein Passionsoratorium "Der blutschwitzende Jesus", einen Markstein der Oratorientradition um 1750.

 

Im Sinne der historischen Verbindung zu den jesuitischen Schuldramen findet das Konzert in Kooperation mit der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule in der Aula der Evangelischen Schule am Karlsplatz statt.

 

Mit herzlichen Grüßen - Ihr Matthias Krampe