Orgelmusik aus Siebenbürgen und Osteuropa
Siebenbürgen bewahrt seit dem Mittelalter und seit der Frühen Neuzeit eine Reihe von Musiksammlungen, wie die „Codex Cajoni“, die Tabulaturen von Daniel Croner oder der Lautenisten Valentin Bakfark; die Söhne des Landes haben zu allen Zeiten auf berühmten Universitäten und Adelshöfen Europas gelernt und gewirkt, einige kehrten in die Heimat zurück.
Im 19. und 20. Jahrhundert kamen aus Deutschland, Böhmen und Mähren zahlreiche Musiker nach Siebenbürgen, um dort musikalisch zu wirken, wie z. B. Hermann Bönicke, Johann Leopold Bella. Die reiche Orgellandschaft von - bis heute erhaltenen - barocken Instrumenten bis zu romantischen Orgeln von Buchholz oder Sauer war und ist bis heute eine Quelle der Inspiration und eine Wiege einer lebendigen Orgelkultur.
In dem Gesprächskonzert werden Werke Siebenbürgischer Komponisten der letzten 4 Jahrhunderte erklingen, auch Werke die von Liedern verschiedener Volksliedtraditionen des Donau-Karpaten-Raumes inspiriert sind. Im Rahmen der kirchen-musikalischen Werkwoche möchte das Konzert auch ein Beispiel für ein besonderes Format sein, in dem außer der künstlerischen Darbietung auch die Musikvermittlung eine wichtige Rolle einnimt.
Wer:
Diözesankantor Dr. Tamás Szöcs
Wann:
Sonntag, den 12. Juli 2026 um 20.30 Uhr
Wo:
Evangelische Kirche Oberwart, Evangelische Kirchengasse 1-5, 7400 Oberwart