Miserere

E.T.A. Hoffmann

Chorkonzert

wer

   Anna Magdalena Auzinger, Sopran

   Katrin Auzinger, Alt

   Jan Petryka, Tenor

   Lukas Haselböck, Bass

 

   Albert Schweitzer Chor

   Capella Lutherana

   Leitung Matthias Krampe

 

was

   E.T.A. Hoffmann, Miserere b-Moll für Soli, Chor und Orchester

   A. Honnegger, 2. Symphonie

 

wann und wo

   am 12ten November 2011 um 19.30 Uhr
   in der Lutherischen Stadtkirche,

   Dorotheergasse 18, 1010 Wien

 

Theologische Hinführung

   Pfr.in Dr.in Ines Knoll

   Kartenpreise: EUR 22,--/17,-- 

 

   Ermäßigung:

   für SchülerInnen, Studierende, Zivil- und Präsenzdiener:

   Preis "normal" EUR 17,--/12,--

   für InhaberInnen des "Kulturpass": Eintritt frei

 

   KEINE Ermäßigung für PensionistInnen!

Einmal mehr nimmt sich Musik am 12ten eines zu unrecht im Schatten stehenden Werkes und Komponisten an!

E.T.A.Hoffmanns Nachruhm liegt v.a. im literarischen Bereich, seiner vielfältigen Begabung wird eine so einseitige Sicht freilich nicht gerecht.

Unglückliche Umstände machten eine Aufführung seines kirchenmusikalischen Hauptwerks „Miserere“ zu Lebzeiten zunichte. Die Einflüsse des keine zwanzig Jahre zuvor (nicht) vollendeten Mozart-Requiems sind unverkennbar, aus Verehrung zu Mozart nahm Hoffmann schließlich auch den Vornamen 'Amadeus' an. 
Insofern freue ich mich, den zahllosen Aufführungen dieses Werks diese exemplarische Weiterführung Mozart’scher Komponierweise ins 19.Jh. hinein zur Seite zu stellen, ein Werk, das entscheidend deutlich werden lässt, wie sich der musikalische Übergang von der Wiener Klassik zur sog. Romantik vorstellen lässt.

Äußerst bemerkenswert ist die tiefe Bläserbesetzung mit Klarinetten, zwei Fagott, drei Posaunen aber ohne Flöten und Oboen!

Honeggers 2.Symphonie entstand im Kriegswinter 1941, deutsche Truppen hatten Paris besetzt. Die hoffnungslose Situation schlägt sich im düsteren Charakter der Musik nieder. Im dritten Satz setzt dann aber eine Solotrompete ein mit einer Bach-ähnlichen Choralmelodie. Die beklemmende Spannung löst sich auf; es ist gleichsam, als leuchte hinter der verzweifelt klagenden Musik ein Hoffnungsschimmer auf, eine Brücke zur Hoffnung auf Frieden, eine zeitlose Bitte, die ihren Widerhall findet im Klagen und Hoffen des Psalm 51 im „Miserere“.