Andreas Rauch: "Missa" (1641) Instrumentalmusik der Wiener Hofkapelle

wer

Gernot Heinrich, Tenor

Daniel Johannsen, Tenor

 

dolce risonanza:

Gunda Hagmüller, Szabolcs Illés, Violino

Florian Wieninger, Violone

Christopher Dickie, Theorbe

Matthias Krampe, Cembalo

 

 

was

Andreas Rauch, "Missa, vespera et alii sacri concentus concertati" (1641)

 

 

wann und wo

am Donnerstag, 12ten September 2013 um 19:30 Uhr

in der Reformierten Stadtkirche

Dorotheergasse 16, 1010 Wien

Kartenpreise

   VORVERKAUF: oeticket oder ticketonline - siehe Links links

 

   Abendkasse: 1 Stunde vor Beginn

   Kat A: EUR 20,-- Kat B: EUR 15,--
   für SchülerInnen und Studierende EUR 15,--//EUR 10,--

   freier Eintritt für InhaberInnen des Kulturpasses!

Ein dreijähriges Projekt findet seinen vorläufigen Abschluss und Höhepunkt: die Wiedererstaufführung der "Missa" 1641 von Andreas Rauch.

 

Rauch war protestantischer Kirchenmusiker in Wien (Hernals) mitten in der Gegenreformation. Unter Ferdinand II. musste er emigrieren, gelangte nach Ödenburg und erarbeitete sich dort bald hohes Ansehen. Trotz der konfessionellen Gegensätze scheint er in intensivem Kontakt mit der Wiener Hofkapelle und ihren italienischen Musikern gestanden zu haben.

 

In etwa zeitgleich mit Heinrich Schütz - aber ganz unabhängig - schuf er eine faszinierende Synthese aus protestantischem Kirchenmusikdenken, dem neuen italienischem Stil und einer bemerkenswerten persönlichen Originalität, - "outstanding" würden die Engländer sagen.

 

Rauch konnte mehrere größere Druckwerke veröffentlichen; seine "Missa, vespera et alii sacri concentus concertati" von 1641 für zwei virtuos geführte Tenorstimmen und Basso Continuo überdauerte in einzelnen Stimmbüchern verstreut in Budapest und London die Zeiten. "Musik am 12ten" führte erstmals die einzelnen Stimmhefte zusammen und erschloss nach und nach diesen kostbaren Musikbestand.

 

Nunmehr erklingt am 12. September in der Reformierten Stadtkirche als Schlussstein der Reihe um Andreas Rauch erstmalig die "Missa", ergänzt um repräsentative Psalmkompositionen desselben Druckes und Instrumentalmusik der Zeit aus der Wiener Hofkapelle, dem unmittelbaren musikalischen Umfelds des Komponisten.

 

Die beiden jungen, bereits regelmäßig in ganz Europa konzertierenden Tenöre Gernot Heinrich und Daniel Johannsen sind mit ihren gleichermaßen schlank geführten wie virtuos-beweglichen Stimmen die ideale Besetzung für diese ausdrucksstark-sprechende Musik.

 

Herzliche Einladung zu dieser bedeutenden Wiederentdeckung!

 

Ihr Matthias Krampe